
Am 15.08.2009 waren wir für zwei Tauchgänge am Kulkwitzer See.
Nach der üblichen Plackerei am Kulki (Ausrüstung ausladen und alles vom Parkplatz zur Tauchbasis der Delphine schleppen) machten wir uns gemütlich daran, unsere Ausrüstung zusammen zu bauen.
Nachdem wir unsere Ausrüstung fertig hatten, tauchten wir vom Einstieg schräg nach rechts weg über die Seegraswiese.
Die Seegraswiese selbst ist leider nicht mehr so grün, wie ich sie in Erinnerung hatte als wir vor 4 Jahren das erste Mal im Kulki abtauchten. Die Farbe war durch die vielen Sedimente eher braun.
Allerdings waren während des gesamten Tauchgangs weit mehr Fische zu sehen als damals. Gleich zu beginn begneten wir einem kleinen Hecht und sahen während des Tauchgangs immer wieder ganze Schwärme von Barschen, Rotfedern usw.
Als wir irgendwann an der Kante ankamen, tauchten wir nach links in Richtung Plattformturm. Dort angekommen sahen wir unter dem Turm einen Schwarm rel. großer Fische (leider habe ich keine Ahnung, welche das waren; sie sahen lecker aus
). Der Turm selbst hatte auch schon bessere Zeiten erlebt; er zerfällt langsam aber sicher. Dafür wurde aber an anderer Stelle im See ein Stahlturm gebaut.
Auf dem Weg richtung Ein- und Ausstieg sahen wir dann noch zwei kapitale Karpfen und einen mittelgroßen Hecht, der sich auch gut betrachten lies, da er rel. dicht an uns herankam.
Als wir auftauchten musste ich leider feststellen, dass ich mich um ca. 25 Meter vertaucht hatte und wir deshalb außerhalb der Tauchzone aufgetaucht sind. Wir wurden dann auch gleich freundlich aber bestimmt von einem nackigen Menschen darauf hingewiesen
. Auch Reini von der Tauchbasis wies mich noch mal zurecht, war aber, wie üblich, sehr freundlich.
Den zweiten Tauchgang starteten wir dann am Nachmittag. Im Prinzip war es nahezu der gleiche Kurs, nur dass wir diesmal etwas mehr nach links wegtauchten (um das Problem mit den nackigen Menschen zu umgehen...).
Bei einer kleinen Stahlplattform (nach den Molen) entdeckte ich dann etwas, von dem ich bislang nicht wusste, dass es das gibt: Einen Karpfenschwarm bestehend aus 7 großen Karpfen. Phantastisch!
Auf dem Rückweg hatten wir dann noch ein kleines Highlight: Wir begegneten einem U-Boot aus dem uns die zwei Insassen unter ihren Kuppeln heraus zuwinkten
. Naja, ist auch mal was anderes.
Der Rest des Tauchganges war leider rel. ereignislos und auch das Licht war nicht mehr so toll. Aber was soll's, wir mussten eh so langsam aufbrechen und richtung Heimat düsen.
Bei der kleinen Rüge von Reini erfuhr ich übrigens bei der anschließenden Unterhaltung, dass die Sichtweiten im See (an diesem Tag ca. 5m) im Allgemeinen rel. schlecht wurden. Er meinte auch, dass am Kulki früher teilweise Sichtweiten von bis zu 20 Metern waren. Heute könne man froh sein, wenn man mal 7 Meter hat. Als Grund nannte er zum einen die rücksichtsvollen Taucher, die den Grund gerne mal aufwirbeln und zum anderen die wachsende Anzahl der Badegäste (es war einiges los), die überflüssigerweise auch die Fische füttern (was natürlich zusätzlich die Sicht beeinträchtigt).
Also bemüht euch bitte, dass ihr keinen Grund aufwirbelt. Wenn wir auch gegen die Badegäste kaum etwas machen können, können wir doch zumindest während des Tauchens darauf achten, dass wir nicht zur schlechten Sicht zusätzlich beitragen.
Gruß und immer gut Luft
Marco